Hochschule Mannheim unterstützt das Klinikum Mannheim durch Produktion von Schutzausrüstung

Die Zusammenarbeit der Hochschule Mannheim mit dem Universitätsklinikum ist traditionell sehr stark ausgeprägt. Seit vielen Jahren arbeiten Wissenschaftler der zur Universität Heidelberg gehörenden Medizinischen Fakultät des Klinikums und der Hochschule Mannheim eng zusammen. Das gemeinsame Institut für Medizintechnik (IMT) ist immer noch wegweisend in Deutschland und erleichtert kooperative Forschungsprojekte. In der gegenwärtigen Krisensituation kommt nun eine neue Dimension der Zusammenarbeit hinzu.

„Die Mangelsituation unserer Kollegen am Klinikum hat uns bewogen, unsere 3D-Technologie zur Produktion von Kleinserien von Schutzausrüstung und Ersatzteilen umzurüsten“, so Dipl.-Ing. Tri Mai, Mitarbeiter im Kompetenzzentrum CeMOS, dem größten Forschungs- und Transferzentrum an der Hochschule Mannheim.

„Ein erstes Produkt sind Spritzschutzmasken – die Kollegen im Klinikum haben hier einen akuten Bedarf von zunächst 100 Stück für die Intensivstationen angemeldet, die wir über Ostern in 4-5 Tagen produzieren konnten, indem wir alle unsere 3D-Drucker heißlaufen ließen“, meint Lukas Schmitt, MSc, leitender Konstrukteur am CeMOS. Die Auslieferung an das Klinikum erfolgt umgehend.

Allerdings musste eine Vorlage aus dem Internet gehörig umkonstruiert werden, damit sie auf den vier Druckern des Institutes auch zuverlässig laufen konnte. Die verbesserte Version kann auf www.cemos.hs-mannheim.de/aktuelles.html  für andere Kliniken und deren Unterstützer heruntergeladen werden.

Als nächstes stehen Ersatzteile für Beatmungsgeräte an, für die es in der aktuellen Situation große Lieferschwierigkeiten gibt. „Manchmal sind es nur kleine Plastikteile, die fehlen und häufig benennen die Kollegen aus dem Klinikum auch kreative und kommerziell nicht verfügbare Verbesserungswünsche, die von uns gemeinsam sofort umgesetzt werden“, so Prof. Dr. Mathias Rädle, einer der wissenschaftlichen Leiter von CeMOS.


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